Veranstaltungen bis Sommer 2016
Agrarzyklus: Tierseuchen im Vormarsch (2. Abend)
Dr. med.vet. Christian Griot, Direktor Institut für Virusforschung und Immunprophylaxe, Mittelhäusern
| Termin: | Montag, 18. Januar 2010: Wie soll man damit umgehen? |
| Uhrzeit: | 20.00 Uhr |
| Ort: | Berufsbildungszentrum BBZ, Aula, Schützenstrasse 9, 8570 Weinfelden |
| Kosten: | Fr. 10.-- |
Die Diskussionen über Sinn und Unsinn der obligatorischen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit bei den Rindern in der Schweiz bewegen die Schweizer Tierhalter. Die Verhaltensregeln im Umgang mit der Vogelgrippe beschäftigten die ganze Thurgauer Bevölkerung. Vielen Fernsehzuschauern sind auch die nicht gerade erbaulichen Bilder über die Maul- und Klauenseuchebekämpfung in England und Holland vor wenigen Jahren noch in bester Erinnerung. Dazu prophezeien Fachleute im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung immer wieder, dass Krankheiten und Seuchen aus dem Süden immer weiter in nördlichere Gebiete vorstossen. Was ist wirklich daran? Wie sollen Landwirte reagieren? Was spielen die Konsumenten für eine Rolle in dieser Thematik? Wer ist betroffen und beteiligt, wenn neue Seuchengefahren auftauchen? - Solche und andere Fragen sollen an zwei Anlässen aufgegriffen und geklärt werden. Die erfahrenen Fachreferenten versprechen kompetente Antworten. Dr. Christian Senn ist im Veterinäramt Thurgau der Spezialist für Tierseuchen. Dr. Christian Griot verfügt als Direktor des Institutes für Virusforschung über langjährige Erfahrungen, insbesondere auch aus der Abwehrkampagne zur Vogelgrippe.
1. Abend:
Mo 11.01.10: Spekulationen und Fakten, Referent Dr. med. vet. Christian Senn
Artikel Thurgauer Zeitung: http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/gemeinde/Tierseuchen-als-zentrales-Thema-/story/13524307
2. Abend:
Mo 18.01.10: Wie soll man damit umgehen?, Referent Dr. med. vet. Christian Griot
Link: www.ivi.admin.ch
Das untenstehende PDF enthält eine Kurzfassung des Vortrags.
Bericht von Martin Huber:
Die Seuchenlage in der Schweiz ist gut
Gemäss den Ausführungen von Dr. Christian Griot, ist die Seuchenlage der Schweiz gut. Der Direktor des Institutes für Virusforschung und Immunprophylaxe (IVI) in Mittelhäusern, Bern, wies in seinem Vortrag im Agrarzyklus der Volkshochschule Weinfelden aber auch darauf hin, dass beispielsweise für die Maul- und Klauenseuche gegenwärtig auf der Welt siebzig aktive Seuchenherde bekannt sind. So können Seuchen immer wieder, auch unbemerkt eingeschleppt werden.
Für Christian Griot sind eine klare Gesetzgebung sowie die Prävention und die Krisenvorsorge wichtige Grundlagen für die gezielte Seuchenbekämpfung. Mit modernen Methoden in der Diagnose und mit der Impfstofftechnologie könne die Bekämpfung erfolgreich sein. Allerdings müssen Prioritäten gesetzt werden, auch in der Forschung. Zudem sei zu beachten, dass immer wieder neue Seuchen entstehen, auch solche, die unter besonderen Umständen auf den Menschen übergehen können. Die besonderen Massnahmen, die im Seuchenfall getroffen werden müssen, sind immer mit Risiken behaftet und somit für die Gesellschaft immer spektakulär und interessant für die Medien. Die Bilder von Massentötungen von erkrankten Tieren sollten jedoch der Vergangenheit angehören. Diese Form der Seuchenbekämpfung sei ethisch, ökologisch und ökonomisch nicht länger akzeptabel.
1. Abend Dr.med.vet. Christian Senn: 2. Abend mit Dr.med.vet. Christain Griot




