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Veranstaltungen bis Sommer 2016

Aus organisatorischen Gründen muss auf den Besuch der Van-Gogh-Ausstellung im Kunstmuseum Basel verzichtet werden. Neues Programm: Kunstexkursion mit Car nach Colmar/Madonna im Rosenhag und Isenheimer Altar

Marie-Theres Scheffczyk, M.A. Dozentin für Kunstgeschichte, Kunstkritikerin, Unteruhldingen

Termin: 4. April 2009
Uhrzeit: 08.00 bis ca. 19.00 Uhr

Programm
08.00 Uhr: Treffpunkt Parkplatz Katholische Kirche Weinfelden (gebührenfreier Parkplatz)
08.15 Uhr: Abfahrt (Kaffee und Zopf im Car)
11.15 Uhr: Ankunft in Colmar
anschliessend Besuch der Dominikanerkirche
ca. 12.15 Uhr bis 13.40 Uhr: Mittagessen (individuell)
13.45 Uhr : Treffpunkt bei der Dominikanerkirche
14.00 Uhr : Besichtigung des Isenheimer Altars im Museum Unterlinden
16.00 Uhr:  Rückfahrt nach Weinfelden
ca. 19.00 Uhr: Ankunft in Weinfelden

Kosten:       Fr. 120.-- (Fahrt, Eintritte und Führung)


Anmeldung : herz-reisen, Telefon 071 630 03 05, Fax 071 630 03 06, Mail : info@herz-reisen.ch

www.vhs-weinfelden.ch

Die Dominikanerkirche (Église des Dominicains) ist nach dem Martinsmünster die zweitgrößte und architektonisch zweitbedeutendste Kirche der Stadt Colmar im Elsass. Die ehemalige Stiftskirche eines aufgelösten Dominikanerklosters ist heute weitberühmt als Aufstellungsort der „Madonna im Rosenhag“ von Martin Schongauer, einem unbestrittenen Hauptwerk deutscher Malerei, birgt aber auch andere Kunstschätze von Rang. Die gotische Kirche des 1277 gegründeten Klosters wurde 1289 bis 1346 erbaut. Das 35 Meter lange Kirchenschiff mit Flachdecke wird durch hohe und schlanke Säulen dreigeteilt. Die jetzige Raumhöhe (circa 28 Meter) entspricht der aktuellen Bodenebene, die im Vergleich zur ursprünglichen etwa 80 Zentimeter höher liegt. Der Chor im gotischen Stil mit Kreuzrippengewölbe ist 30 Meter lang und deutlich schmaler sowie etwas geringer hoch als das Kirchenschiff. Die „Madonna im Rosenhag“ befindet sich am Eingang zum Chor, wo sie 1973 aufgestellt wurde, nachdem sie aus ihrem vorherigen Aufstellungsort, dem Martinsmünster, 1972 gestohlen wurde. Bedeutende Ausstattungsstücke sind ferner die zehn Chorfenster mit Heiligenlegenden aus dem 14. Jahrhundert, die als bedeutendste Sammlung von mittelalterlichen Bleiglasfenstern in Colmar gelten, sowie Teile des Chorgestühls und die Choraltäre im Rokokostil von Gabriel Ignaz Ritter, die nach 1790 aus dem Stift Marbach hierher überführt wurden. Ein anderer Teil stammt aus dem ehemaligen, oberelsässischen Kloster Alspach bei Kaysersberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche restauriert, dabei erhielt sie ein Portal im neugotischen Stil von Théophile Klem. Aus Klems Werkstatt stammt ebenfalls der überaus reich verzierte Rahmen von Schongauers Gemälde, die Heiligendarstellungen auf den Seitenflügeln sind Werke Martin von Feuersteins. Die ehemals von Andreas Silbermann eingerichtete, prachtvolle Orgel von 1726 befindet sich heutzutage in der Pfarrkirche von Niedermorschwihr.

Für das Kloster Isenheim, 20 Kilometer südlich von Colmar, hat Mathias Grünewald in den Jahren 1512 bis 1515 den weltberühmten Isenheimer Altar gemalt. Bis heute gehört er zu den Spitzenwerken in der langen Reihe christlicher Flügelaltäre. Grünewald bekam den Auftrag für diesen Altar vom Spitalorden der Antoniter, die in ihrem Kloster Kranke pflegten, die unheilbar vom sogenannten Antoniusfeuer, einer pestänlichen Krankheit, befallen waren.
Die Altarbilder in ihrer hochexpressiven Farben- und Gestensprache fungierten für die damals des Lesens und Schreibens meist unkundigen Menschen als machtvolle Bilderbibel. Neben zwei Tafeln, die an das Leben des Ordensgründers Antonius erinnern, begegnen die Kranken in der Kreuzigungstafel Christus als dem ebenfalls bis zum Tode leidenden Menschen, in den Tafeln der Verkündigung, des Weihnachtsfestes sowie der Auferstehung und Verklärung Christus als dem Sohn Gottes, als dem Hoffnungsträger und Erlöser.
Das weltweite Interesse an diesem Altar, der heute seinen Platz im Unterlinden-Museum in Colmar hat, erwacht mit dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstehenden Expressionismus. Daraufhin bekommen die Menschen einen ganz neuen Blick für die Intensität der künstlerischen Sprache des Mathias Gründewald.

Einführung: http://www.joerg-sieger.de/isenheim/texte/i_06.htm

Kunstexkursion nach Colmar

Kunstexkursion nach Colmar

Kunstexkursion nach Colmar

Kunstexkursion nach Colmar

Im Museum Dreilingen

Im Museum Dreilingen

Isenheimer Altar

Isenheimer Altar

Innenhof

Innenhof

Frau Marie-Therese Scheffczyk

Frau Marie-Therese Scheffczyk

Frau Marie-Therese Scheffczyk

Frau Marie-Therese Scheffczyk