Veranstaltungen bis Sommer 2016
Der Feldhase
Veranstalter: Jagd Thurgau
Dr. Hans Peter Pfister, Wildtierbiologe, ehem. Leiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach
| Termin: | Dienstag, 7. Januar 2014 |
| Uhrzeit: | 20.00 Uhr |
| Ort: | Berufsbildungszentrum Weinfelden BBZ, Aula, Schützenstrasse 9. Weinfelden |
| Kosten: | frei |
Um den Feldhasen in freier Natur zu sehen, braucht es Geduld und Glück, da er vorwiegend in der Dämmerung und in der Nacht aktiv ist. Dieses Aktivitätsmuster ist Teil seiner raffinierten Überlebensstrategie. Tagsüber duckt sich der Feldhase in einer sogenannten Sasse (Vertiefung). Seine scharfen Sinne und schnellen Beine machen es für Raubfeinde wie z. B. den Fuchs sehr schwer. Ein Sehfeld von fast 360° erlaubt ihm, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Mit raschen Hakenschlägen und Geschwindigkeiten von bis zu 70 km pro Stunde entwischt er den meisten Feinden. Der Feldhase hat noch eine weitere Strategie, die das Überleben der Art sichert: Er ist sehr fortpflanzungsfreudig. Dennoch ist seine Zukunft in der Schweiz unsicher. Gründe dafür sind vor allem in der intensivierten Nutzung der Landschaft und im Landschaftswandel zu suchen. Der Mangel an Verstecken und Nahrung, die intensive Bewirtschaftung der Felder und die Zerschneidung der Lebensräume durch Strassen und Siedlungen erschweren ihm die Aufrechterhaltung seiner Population.
Weitere Informationen als PDF:
Feldhase: Schlussbericht 1991-2000, Herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern, 2002 (939 KB)

